Validierung der Untersuchungstechniken zur Gewährleistung fundierter Forschungsergebnisse

Zu Studienbeginn wurden zunächst die eingesetzten Untersuchungstechniken validiert, wie insbesondere die Blutglukosemessung (Nowotny et al. 2012), der hyperinsulinämisch-euglykämische Clamp-Versuch (Kahl et al. 2014), die indirekte Kalorimetrie (Schadewaldt et al. 2013), magnetresonanz-basierte Verfahren zur Bestimmung des Leberenergiestoffwechsels (Laufs et al. 2014) und spezifische Neuropathie-Untersuchungen (Ziegler et al. 2011).


Hinweise auf Neuropathische Veränderungen bereits bei Diagnosestellung

Die ersten Analysen ergaben, dass bereits kurzfristig nach Diagnose des Typ-2-Diabetes ein Nervenfaserverlust in der Hornhaut und Haut vorliegt. (Ziegler et al. 2014).

Bei den Patienten mit Typ-2-Diabetes ist die Dichte an Nervenfasern, die in der Haut gelegen sind und auch die Anzahl wichtiger Immunzellen, der sogenannten Langerhans-Zellen, im Vergleich zu stoffwechselgesunden Kontrollen reduziert. Bei Frauen mit Typ-2-Diabetes zeigte sich ein Zusammenhang zwischen der Dichte an Langerhans-Zellen und der Insulinempfindlichkeit. (Strom et al. 2014).


Veränderte Immunantwort bei Menschen mit Diabetes

Eine veränderte Immunantwort ergab sich auch im Blut der untersuchten Patienten. Bei Diagnosestellung wiesen Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes unterschiedliche Muster von Immunzellen auf, die mit Insulinwirkung, Blutzucker- und Fettspiegeln vergesellschaftet waren (Menart-Houtermans et al. 2014).